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Überblick über Windows 10 — 1. Oktober 2014

Überblick über Windows 10

Einleitung

 

Am 30.09.2014 gab es was zu feiern. Das Startmenü, das mit Windows 95 eingeführt und mit Windows 8 wieder entfernt wurde, feiert den Tag der Auferstehung.

Es war die Vorstellung von Windows 10.

Im Vorfeld waren wie bei jeder technischen Neuheit jede Menge Spekulationen im Umlauf. Vom Namen – Windows, Windows One oder Windows 9 – über neue Funktionen und Innovationen bis hin zum Preis.

Ein paar Gerüchte sind mittlerweile bestätigt. Das Startmenü zum Beispiel. Andere sind wiederum sehr wahrscheinlich, beispielsweise, dass das nächste Windows für Nutzer von Windows 8.x wieder ein kostenloses Upgrade wird. Dann gibt es noch wilde Spekulationen. Der Release Termin der finalen Version ist leider immer noch unbekannt. Aber auch da gibt es plausible Erklärungen. So wird das next Generation Windows höchstwahrscheinlich nicht vor Microsofts BUILD-Konferenz im Frühling 2015 erscheinen. Ich werde mir vorab in der Technical Preview ein Bild machen.

 

Funktionen

 

Das Feature Nummer eins ist vermutlich das neue Startmenü. Es ist wieder da. Microsoft sagt, es biete noch mehr Möglichkeiten zur Personalisierung als der Vorgänger von Windows 7. Auf der linken Seite habt ihr vermutlich die bekannte Auflistung aller Programme; rechts davon könnt ihr die aus Windows 8 bekannten Kacheln nach eurem Gusto anordnen. Es ist dennoch vom Stil her eher im Modern-UI (bekannt als Metro-Stil) Design gehalten. Das heißt es wirkt recht flach. Mich persönlich erinnert es ein wenig an das TouchWiz von meinem Samsung Galaxy S5, insbesondere die Schnelleinstellungen.

Neu ist auch, dass im Gegensatz zu Windows 8 eine geöffnete App nicht automatisch im Vollbildmodus läuft. Dies war unter Windows 8 eine störende Tatsache. Die Apps laufen wie normale Desktop-Anwendungen im Fenstermodus. Ihr könnt sie also vergrößern, verkleinern, nach Belieben verschieben sowie selbstverständlich maximieren und minimieren.

Auch das Multitasking wurde überarbeitet.

Die neue Multitasking-App kann auch virtuelle Desktops
Die neue Multitasking-App kann auch virtuelle Desktops

Statt einer Leiste am linken Bildschirmrand gibt es einen neuen Knopf in der Taskleiste. Dieser Knopf startet die sogenannte Taskview. Diese bietet euch einen schnellen Überblick über alle offenen Programme. Ähnlich dem Shortcut aus Windows 7 (Windows-Taste + Tabulator). Zudem hat Microsoft endlich virtuelle Desktops eingeführt. So habt ihr zum Beispiel einen Desktop für die Arbeit und einen für zu Hause.

Microsoft behauptet auch,  den Windows-Explorer überarbeitet zu haben. Es können zum Beispiel zuletzt geöffnete Dateien und Ordner angezeigt werden, sodass ihr nicht solange suchen müsst.

Der Windows Explorer hat ein neues Gesicht bekommen
Der Windows Explorer hat ein neues Gesicht bekommen

Allerdings gibt es auch die Vermutung, dass Windows 10 das letzte große Windows sein wird. Es wird vermutet, dass Microsoft öfters Update-Pakete veröffentlicht, um  neue Funktionen nachzurüsten. Damit das den Geschäftskunden nicht zu viel Aufwand wird, wird Microsoft vermutlich etwas in die Richtung der aus Linux bekannten LTS-Versionen anbieten. Man stelle sich vor, man müsse einmal im Monat Updates auf ca. 200 PCs einspielen – der Albtraum eines jeden Systemadministrators.

Sollte dieses Gerücht sich bewahrheiten, würde ich in jedem Fall zum Umstieg raten!!!

 

Test

Installation

 

Es wäre kein Windows, wären nicht vor dem Testen einige Hürden zu überwinden. Ihr braucht schon zur Teilnahme am Insider-Programm einen Microsoft-Account, womit ich aber kein Problem habe. Ich habe um kurz vor 18:00 meine Preview heruntergeladen. Der Vorgang dauerte ungefähr eine dreiviertel Stunde, ich habe allerdings noch weiter im Internet gesurft.

Nach dem Download kommt das Installieren. In meinem Fall im VMware Player. Eingestellt sind 150 Gigabyte Festplatte, 2600 MB Ram, sowie drei der vier CPU-Kerne (in meinem Fall eine Intel Core 2 Quad q9550). Dann die VM gestartet. Nach dem Klicken auf Jetzt Installieren folgt wieder das Warten, wobei es momentan den Anschein hat, als würde diese Phase des Testens deutlich kürzer ausfallen, als z.B. der Installation von Windows 7 in einer VM mit nahezu identischen Einstellungen.

Nach vielleicht 10 Minuten ist es vollbracht. Jedoch folgt nach dem Restart die Ernüchterung: Statt sich direkt ins neue Windows stürzen zu können muss man wieder die Live-ID eingeben und warten, bis die ganzen Apps installiert sind.

Aber auch das dauert zum Glück nicht all zu lange.

Der erste Eindruck

Jetzt stellt sich selbstverständlich die Frage, ob Microsoft nun alles richtig gemacht hat. Das werde ich erst nach einiger Zeit berichten können. Jedoch ist der erste Eindruck erstaunlich. Es hat mich sofort an Windows 8 erinnert, aber irgendwie sind auch viele Elemente aus Windows 7 integriert. Das neue Startmenü zum Beispiel. Oder den Schatten, den das aktive Fenster wirft. Und, und, und…

 

Das Startmenü
Das Startmenü wurde überarbeitet

Ich bin positiv überrascht.

 

 

Performance

Wie sieht es denn im Punkt Geschwindigkeit aus? Diese Frage lässt sich leicht beantworten. Ich bin von der Geschwindigkeit des Systems positiv überrascht. Ich habe schon befürchtet, dass mein Testen in 5-Minuten-auf –die –verflixte-Maus-warten endet. Dem ist aber nicht so. Es arbeitet trotz Preview-Version und VM sehr flüssig.

 

Das war mein kurzer Überblick über Windows 10.

Ich werde es die nächste Zeit immer mal wieder testen und euch davon Berichten!

Bis dahin…