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Acer Aspire R13 – Review — 16. März 2016

Acer Aspire R13 – Review

Hallo Leute,

wie ich angekündigt hatte (Edit im Test vom Yoga 2 11) habe ich ein neues Notebook / Ultrabook. Nachdem im Yoga 2 11 der Akku kaputtgegangen ist (die Laufzeit betrug je nachdem nur 90 Minuten im Energiesparmodus) habe ich mir bei Amazon ein HP Envy x2 13 bestellt. Das hatte jedoch leider ein Problem mit der Grafikkarte bzw. dem Bildschirm, sodass dieser ständig geflackert hat. Das Gerät ging an Amazon zurück (ein super Kundenservice in dem Laden). Stattdessen habe ich mir für ein paar Euro mehr das Acer Aspire R13 gekauft. Dieses werde ich nun für euch unter die Lupe nehmen. Eins vorweg: Benchmarks sucht ihr besser auf anderen Seiten. Wie die Wertungen wirklich entstehen, wissen die wenigsten (auch ich habe es nicht ganz im Kopf), das Vergleichen ist kompliziert und eine Aussage über die Geschwindigkeit machen die wenigsten.

LIEFERUMFANG

Das Gerät kommt in einem weißen Karton. Darin finden sich neben dem Notebook selbst noch das Netzteil (die sind wirklich klein geworden – Ich habe noch zu uralt-Laptops (beispielsweise ein IBM ThinkPad A31 – war mein erster Computer) diese riesigen Ziegelsteine mit IBM-Schriftzug), dem üblichen Papierkram, den niemand liest aber trotzdem jeder für sinnvoll hält. Soweit normal. Interessant ist aber das Zubehör: Ein wirklich sehr passendes Sleeve und der Acer Active Stylus gehört mit zum Lieferumfang. Das ist vorbildlich. Bei ein paar Geräten bekommt man immerhin den Digitizer-Pen dazu, selten ist jedoch eine dabei liegende Schutzhülle, die meiner Meinung nach auch recht ansprechend aussieht.

DAS GERÄT

Das Gerät ist ein 13 Zoll Convertible Ultrabook. Es ist mit ca. 1,5 Kilogramm angenehm leicht, wenn auch nicht so leicht, wie so mancher Mitbewerber. Wir haben neben dem Netzteilanschluss einen USB-2.0 Port und zwei USB-3.0 Ports. Hier sitzen die USB-Stecker angenehm fest drin. Dann haben wir noch einen Headset-Anschluss und einen SD-Kartenleser, der unter einer Klappe versteckt ist. Um das R13 mit einem externem Monitor verbinden zu können, steht ein vollwertiger HDMI-Anschluss zu Verfügung. Ich vermute, es wird sich um einen 1.4a handeln, da HDMI 2.0 bei Ultrabooks noch recht selten ist. Das Gerät verfügt darüber hinaus noch über einen Anschluss für ein Kensington-Lock (wer’s braucht…). Ich finde, das Gerät ist mit Anschlüssen ganz gut bestückt, mehr brauche ich nicht. Zur kabellosen Kommunikation steht Bluetooth in der Version 4 und WLAN nach 802.11 a/b/g/n/ac bereit, es ist hier also für die neuesten Standards gerüstet. NFC ist leider nicht vorhanden, ist aber von der Verbindungstechnik im Wesentlichen Bluetooth. Nur der Aufbau der Verbindung funktioniert über die NFC-Spule.

Verbaut sind zudem zwei Lautsprecher, das Gerät ist mit Dolby Home Theater zertifiziert. Ich bin kein Audio-Fan, jedoch merke auch ich, dass die nach unten feuernden Lautsprecher nicht so ganz geschickt positioniert sind. Auf meinem Holzschreibtisch klingt der Sound durch die Reflektion einfach schrecklich, zudem fehlt es, wie bei allen Ultrabooks am Bass.

Die Verarbeitung ist wirklich sehr gelungen. Der schwarze Deckel des Geräts, bedeckt mit Corning Gorilla Glass 3, wird von einem silbernem Acer-Schriftzug verziert. Dieser Schriftzug leuchtet im Betrieb weiß. Der Rest, ausgenommen die „Ezel Hinge“ genannten Scharniere, ist aus Plastik gefertigt, dass jedoch mit Metall sehr dünn beschichtet ist. So spart man Gewicht. Die Unterseite des Gerätes weist stattdessen eine Soft-Touch-Beschichtung auf, so liegt das R13 im Tablet-Modus angenehm in der Hand. Die Display-Scharniere sind aus Metall gefertigt. Spaltmaße etc. sind nicht zu beanstanden. Ein bisschen nervig sind die Aufkleber. Der schwarze Intel core i5 Aufkleber stört mich weniger, der riesige Aufkleber rechts unten dafür umso mehr. Die Modi noch einmal aufzuschreiben ist zwar nett, ist dann jedoch irgendwann selbst erklärend. Und was das Gerät noch so alles kann, weiß ich bereits vor dem Kauf.

Das Gehäuse hat unterhalb des Touchpads eine kleine Aussparung auf der Vorderseite, sodass ihr das Gerät besser aufklappen könnt. Wenn ihr das R13 aufklappt, bootet es übrigens schon automatisch. Den Powerbutton habe ich bisher nicht gebraucht.1

Das, worauf es ankommt – die inneren Werte

Die Version, die ich gekauft habe, kommt mit einer Intel Core I5 5200 U mit Intel HD Graphics 5500. Es ist also ein Prozessor der Broadwell-Serie. Der Prozessor, gefertigt im 14 nm-Verfahren, hat einen Basistakt von 2,2 GHz, kann jedoch bei Bedarf auf 2,7 GHz übertakten. Für Anwender von Microsofts Hypervisor steht SLAT (genannt ERP) zu Verfügung – Otto Normalanwender wird hiervon jedoch kaum profitieren. Zusätzlich zu dieser Version gibt es auch Geräte mit Prozessoren aus Haswell und für große Geldbeutel sogar schon mit Skylake. Alle Geräte werden von großzügigen 8 GB RAM unterstützt, der meines Wissens nach im DualChannel läuft. Speichern kann ich auf einer 256 GB SSD, andere Versionen haben sogar 512 GB im RAID-0 (Stripping ohne Redundanz). Praktisch: Der zweite M.2 Steckplatz ist bei allen vorhanden, der RAID-Controller auch. RAID-0 würde ich allerdings nicht empfehlen, da bei einem Schaden an einer SSD sofort alle Daten weg sind (BTW: SSDs haben ein Ablaufdatum. Mehr als eine bestimmte Anzahl an Schreibvorgängen halten die „schwarzen Käfer“ nicht aus. Dann ist Schicht im Schacht…).

Das 13 Zoll große Display in IPS-Technologie, ebenfalls mit Corning Gorilla Glass 3 bedeckt, löst mit 1920 mal 1080 Pixeln auf – Full-HD also. Das Bild ist sehr gut, ich finde jedoch, dass es im dunklen Bereich recht warm leuchtet; dies kann jedoch nur ein subjektiver Eindruck sein. Zum farbgetreuen Arbeiten gibt es allerdings sicherlich bessere Monitore. Ein „Problem“ – haben allerdings so ziemlich alle Touchscreens – ist die hohe Anfälligkeit für Fingerabdrücke. Man kann erkennen, ob das Gerät auch mal als Tablet genutzt wird. Ich habe dafür ein kleines Microfasertuch, das ich zusätzlich noch als Mauspad für meine Bluetoothmaus unterwegs nutzen kann.

Leistungstechnisch ist das Gerät ein kleiner Rennwagen – booten innerhalb von ein paar Sekunden, fast so schnell wie mein Desktop mit i7. Ich habe es noch nicht geschafft, die Leistung ganz auszureizen. Das Gerät ist aktiv gekühlt, man merkt jedoch gar nichts davon. Der Lüfter dreht nur bei Bedarf und das auch unglaublich leise. Das Gerät wird auch nur im oberen Bereich warm, nicht wie so mancher Mitbewerber, der die Handballenablage oder die Tastatur heizt.

 

Eingabegeräte

Das Gerät verfügt als Convertible-Ultrabook selbstverständlich über eine Tastatur und ein Trackpad. Zusätzlich wird noch Multitouch mit zehn Touchspitzen und ein Digitizer unterstützt. Letzterer arbeitet mit der Synaptics-Technologie. Anders als bei der Wacom-Technik verfügt der Stift über eine eigene Stromquelle und moduliert so ein Magnetfeld, das von Antennen gemessen wird. Die Stiftspitze ist in der Lage, 256 Druckstufen aufzulösen. Es steht eine Taste für den rechten Mausklick und eine weitere Taste zum Radieren zu Verfügung. Zum Betrieb benötigt der Stift eine Batterie vom Typ AAAA, eine liegt dem Lieferumfang bei. Ich würde trotzdem welche mitbestellen, da im Netz die Meinungen auseinander gehen, wie lange die Batterie jetzt wirklich durchhält.

Das Trackpad, das ebenfalls Multitouch und damit die gängigen Gesten unterstützt, ist angenehm groß dimensioniert. Ich finde lediglich die Oberfläche gewöhnungsbedürftig glatt.

Die Tastatur kommt im deutschen Layout, es wurden nur ein paar Tasten umpositioniert. Die F-Tasten wurden in die Nummern-Tasten integriert, die Funktionstasten sind in der ersten Reihe der Buchstaben. Der Druckpunkt ist recht ausgeprägt, der Anschlag ist für ein Notebook recht kräftig. Beim Schreiben gibt die Tastatur nicht nach. Zusätzlich verfügt die Tastatur über eine in zwei Stufen regelbare Hintergrundbeleuchtung in einem blau-weiß Ton.

Alltagstauglichkeit und Akku

Nachdem ich das Gerät jetzt seit einer Woche intensiv im Alltag nutze, kann ich auch dazu meine Meinung abgeben. Das Gerät verkörpert das, was man sich von einem Ultrabook erwartet. Der Akku ist unglaublich, die Hersteller-Marke von 8 Stunden kann ich locker überbieten. Wer hin und wieder das Notebook in den Stand-By (S4) fahren lässt, kommt so locker über einen langen Arbeitstag. Auch die Performance reicht für den Alltag vollkommen. Ich betreibe auf Akku das Gerät in dem Windows-Energiesparplan. Ich war in keiner Situation, in der ich meinte, mehr Leistung zu benötigen. Gut, die Buildzeiten in Visual Studio kriegt mein Desktoprechner schneller hin, der hat aber auch eine i7 und ich muss nicht mit dem Strom geizen. Das Display mit seiner gigantischen Helligkeit und einer leichten Anti-Reflex Beschichtung ist auch genial. Ich konnte mit einem Fenster im Rücken auf halber Helligkeit den gesamten Text lesen. Das ist mit vielen anderen Notebooks nicht möglich, außer mit den Business-Notebooks (Lenovo ThinkPad), die unter die Bildschirmarbeitsplatzverordnung fallen und deshalb kein spiegelndes Display haben dürfen.

Fazit

Das Acer Aspire R13 weiß mit einer guten Ausstattung zu überzeugen. Ein aktueller Broadwell-Prozessor, keine Core m, ein brillantes Display, SSD und eine sehr gute Akkulaufzeit. Auch den Digitizer, der für manche vermutlich nur Spielerei ist, möchte ich nicht mehr missen. Im Zusammenhang mit der guten Handschrifterkennung und dem Mathematik-Eingabe Fenster von Word 2016 ist er eine echte Hilfe in Mathematik und Physik. Einzig der hohe Preis – wenn kein Amazon WHD – dürfte so manchen Käufer abschrecken.

Von mir gibt’s trotzdem ein: Daumen hoch! Meine Meinung hat sich jetzt in mehreren Monaten der Dauernutzung als Produktivgerät bestätigt. Es ist ein super convertible Ultrabook.

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